Selbstdefinition


Solidarität als Alternative

INTERSOL ist ein konfessions- und parteipolitisch unabhängiger, gemeinnütziger Verein österreichischen Rechts. Aus einem weltoffenen Selbstverständnis engagieren sich Team & Vorstand von INTERSOL für eine pluralistisch und demokratisch verfasste EINE WELT. 

Neue Strategien in den Nord-Süd-Beziehungen

INTERSOL steht für ein neues Paradigma, eine neue Herangehensweise und Praxis der traditionellen Entwicklungshilfe. Wir sehen unsere Partner im Süden als Impulsgeber für eine Kooperation auf Augenhöhe. 

Unsere Erkenntnis: „Entwicklung"  (Entwicklungshilfe) hat sich erschöpft. Der Begriff erweist sich zunehmend als substanz- und damit harmlos. Jedenfalls ist es kein Begriff mit "Biss" und Wirkkraft. Die "Unterentwicklung" ist sowie so problematisch. Wer ist denn eigentlich unterentwickelt? Wer ist entwickelt? 

Unser Plädoyer: Ein Prozess der umfassenden Befreiung und Solidarität hin zu einer anderen Globalisierung von unten – in Vielfalt und Komplementarität auf gleicher Augenhöhe. 

Wir von INTERSOL sind überzeugt, dass 

  • die Stärkung der internationalen Solidarität ein wesentlicher Beitrag ist, die Aufspaltung der Welt in Ost-West und insbesondere in Nord-Süd zu überwinden.
  • die weltweite Verwirklichung der individuellen, sozialen und politischen Menschenrechte zu den entscheidendsten Herausforderungen der Menschheit gehört.
  • die vom Norden mit verschuldeten Probleme der „Dritten Welt“, wie Vernichtung der Biosphäre, Verschuldung, Massenverelendung, Flüchtlingsströme, autoritär- diktatorische Regime, Diskriminierung autochthoner Kulturen usw., ein Bedrohungspotential - auch für den Norden - darstellen. Dem kann nur mit einer umfassenden Solidarität aller vernünftigen Kräfte als Einzelpersonen und Organisationen begegnet werden.
  • nur kommunikations- und dialogfähige Verhaltensweisen sowie verlässliche Kooperationsformen und länderübergreifende solidarische Netzwerke den Ausgrenzungs- und Abschottungstendenzen entgegenwirken können.

INTERSOL setzt sich ein 

  • FÜR  die Bejahung, Wertschätzung und unveräußerliche Würde bedrohter Völker und Kulturen. Wir treten ein für solidarische Beziehungen der Kulturen und Nationen untereinander und gegen die Entstehung einer weltweiten, westlich orientierten „Einheitskultur“.
  • FÜR  eine stärkere Partizipation und Befreiung der Massen der Ohn-Mächtigen und Entrechteten in der „Dritten Welt“ und gegen die systematische Fremdbestimmung und Machtkonzentration in den Händen weniger Länder, Konzerne und Interessensgruppen; 
  • FÜR  gerechte und faire Wirtschaftsstrukturen in den jeweiligen Ländern und innerhalb der internationalen Regime. Oberstes Gebot ist die Befriedigung der materiellen Grundbedürfnisse aller Menschen. Wir wenden uns gegen die systematische, profitgerichtete Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, insbesondere jener der Frauen und Kinder
  • FÜR  das Konzept und die Umsetzung einer nachhaltigen und dauerhaften Entwicklung, die die Lösung der Umweltprobleme mit jenen der Entwicklung verknüpft. Dieses Konzept kann nur gemeinsam mit den Ländern und Betroffenen des Südens konzipiert werden. Wir sind gegen die Fortsetzung (fast) ausschließlich auf Wirtschaftswachstum hin orientierte modernistische Entwicklungswege, die sich als Bumerang und Bedrohung erweisen.